September 2021

Aus EINS wird SECHS

Kennen Sie das Regenschirm-Phänomen? Hat man einen dabei, regnet es meist nie. Aber wehe, er bleibt zu Hause stehen – schon öffnet der Himmel seine Pforten. Auf jeden Fall wollten die mehr als 3.000 Besucher des Drömlingfestes XS auf dem Burghofgelände sowie im Park Dämmchen in Oebisfelde auf Nummer Sicher gehen und sorgten mit der richtigen Bekleidung für einen ungetrübten Festbesuch.

So auch der LAG-Vorsitzende „Rund um den Drömling“ Gerhard Reinecke, der mit seinem schützenden Schirm beim Eröffnungsfoto ein paar Regentropfen über den Akteuren des Drömlingsfestes abwehrte. Die Organisatoren um das federführende Duo Juliane Ruttkowski und Sabine Wieter von der Verwaltung des Biosphärenreservats Drömling sind mit dem Auftakt mehr als zufrieden. Um eine Absage des Drömlingsfestes zu vermeiden, wurde eine begrenzte Besucherzahl in Höhe von maximal 1.000 Personen pro Tag zugelassen. Die Besucher nahmen dies in Kauf und orderten die Tagestickets schon im Vorfeld. Und wer keinen Impf- oder Genesungsnachweis bei sich hatte, bekam die Möglichkeit, sich direkt am Eingang zu testen.

Trotz der XS-Version ist das Drömlingsfest größer ausgefallen, als geplant. Mit einem vielfältigen Angebot wurde beim Programm jede Zielgruppe angesprochen. Konzerte, Kulinarik und Kurzweil prägten die Stimmung der drei Tage auf der Festwiese.

Das Drömlingsfest XS wurde auf insgesamt sechs Termine bis zum Juni 2022 aufgeteilt. Als weitere Termine sind geplant:
16.10.2021 - Oktoberfest
30.10.2021 - Drömlingslauf mit anschließender Halloween-Party
06.11.2021 - Einweihung „Magischer Rätselpfad im Drömling“ und Eulen-Workshop in Kunrau
23.04.2022 - „Ganz in blau“ mit kulinarischen Highlights
17.– 19.06.2022 - Sommerparty und großer Mittelaltermarkt zum Festabschluss in Oebisfelde

Auftakt Drömlingfest XS am 12. September: LAG-Vorsitzender „Rund um den Drömling“, Gerhard Reinecke, Oebisfeldes Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch, Juliane Ruttkowski vom Biossphärenreservat Drömling, Landrat Martin Stichnoth, und der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, Hans-Werner Kraul (von links). 

Landrat Martin Stichnoth, Bürgermeister Hans-Werner Kraul und der Chef des Biosphärenreservates Drömling Fred Braumann (von links) lauschen dem Eröffnungskonzert des Chores AL CANTARA aus Oebisfelde. 

Mit einem bunten Programm wurden die Besucher des Drömlingfest XS unterhalten.

Imagekampagne für LEADER/CLLD

In den vergangenen Monaten haben die EU-Verwaltungsbehörden zusammen mit der Agentur Genese im Zuge einer Imagekampagne für LEADER/CLLD Videoclips erstellt. Darunter finden sich ein Imageclip für LEADER/CLLD und drei Videos, die erklären was LEADER/CLLD ist, wie es in Sachsen-Anhalt funktioniert und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Parallel dazu startete am 10. September 2021 eine Plakatkampagne, welche LEADER/CLLD und die Clips bewirbt. Sie finden alle Videoclips in einem eigens für die Kampagne eingerichteten Bereich auf unserer LEADER/CLLD-Netzwerkseite unter diesem Link: Imagekampagne LEADER/CLLD

Ziel der Kampagne ist es, engagierte Menschen in den Regionen Sachsen-Anhalts zu motivieren aktiv zu werden, Menschen über LEADER/CLLD überhaupt zu informieren und die breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, was die EU-Förderung in Sachsen-Anhalt bewegen kann. Trotz aller bürokratischer Schwierigkeiten ist LEADER/CLLD ein Instrument, womit tolle Projektideen in den Regionen für die Regionen umgesetzt werden. Insofern ist die Kampagne gleichzeitig ein Blick zurück auf die Förderperiode 2014-2020 und ein Blick auf die neue Förderperiode 2021-2027.

Wenn Sie die Videoclips für gut befinden, freuen wir uns sehr, wenn Sie diese bzw. den Link zu den Clips auf der LEADER/CLLD-Netzwerkseite, auf Ihren Webseiten und in Ihren Social Media-Kanälen veröffentlichen und teilen. Geben Sie uns gerne ein Signal, wenn Sie sich dafür entschieden haben und zeigen Sie uns gerne, wo wir die Clips auf Ihren Seiten finden können. Selbstverständlich freuen wir uns auch auf Ihre generelle Rückmeldung zu den Videoclips und auch zur Plakatkampagne, falls Sie ein Plakat in Ihrer Region entdeckt haben.

Einige von Ihnen waren auch direkt an den Drehs, an der Vor- und Nachbereitung beteiligt. Vielen Dank für Ihr Engagement und die Zeit sowohl vor als auch hinter den Kulissen!

i.A für

EU-Verwaltungsbehörde für die ESI-Fonds
EU-VB-ELER
Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt

Regionalmarke macht Drömling über Landesgrenze hinaus bekannt

Eine neue Regionalmarke macht den Drömling über die Landesgrenze hinaus bekannt. Die Marke mit dem Logo, das eine stilisierte Weide, Vögel und Wasser sowie die Aufschrift „+natur Biosphärenreservat Drömling, Drömlings-Rind“ beinhaltet, soll sich positiv auf den Tourismus und die Gastronomie auswirken. Das im Drömling produzierte Rindfleisch ist von besonderer Qualität und geradezu prädestiniert, als Markenbotschafter zu fungieren. Gerade die natürlichen Bedingungen, unter denen die Tiere im Drömling leben, spiegeln sich in der hochwertigen Qualität des Fleisches wider.

Was das Besondere am Drömlings-Rind ist, beschreibt Demeter-Landwirt Jörg Lauenroth-Mago aus Rätzlingen. „Das Drömlings-Rind kommt hier in der Gegend zur Welt. Es frisst Gras und Heu aus dem Drömling und bekommt den Kugelschuss auf der Weide“. Er besitzt eine Herde von 76 Galloway-Rindern, die ganzjährig hier im Drömling aufwachsen. „Das ist auch ein Plus für den Tourismus. Denn hier kann man die Tiere vom Muttertier bis zum Kalb noch in der freien Natur bei Spaziergängen erleben.” Demeter steht dabei für den ältesten Bioverband in Deutschland. Schon seit 1924 bewirtschaften Demeter-Landwirte ihre Felder biodynamisch. Aufgrund der lebendigen Kreislaufwirtschaft gilt die Demeter-Landwirtschaft als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung und geht weit über die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung hinaus. Die natürlichen Bedingungen, unter denen die Rinder auf den Wiesen des Drömlings leben, bringen eine hochwertige Qualität des später verarbeiteten Fleisches. Zudem geht das Fleisch nur auf kurze Transportwege, denn es wird sofort in Jävenitz bei der Waldgourmet GmbH verarbeitet. Das Rindfleisch wird zunächst online in der „Weidebox” über die Waldgourmet GmbH verkauft.

Ende 2020 entwarf eine Arbeitsgruppe die Regionalmarke Drömlings-Rind, wie Juliane Ruttkowski von der Verwaltung des Biosphärenreservates Drömling berichtete. Das Biosphärenreservat Drömling Sachsen-Anhalt arbeitet an der Weiterentwicklung der Regionalmarke, um nachhaltige Wirtschaftskreisläufe zu fördern. Ziel soll es sein, die gesamten Wirtschaftskreisläufe in die Region zu holen. Die Aufzucht und der Verkauf sollen unter den Partnern erfolgen. Lange Transportwege werden vermieden, Tierwohl und Nachhaltigkeit spielen eine wichtige Rolle. Kooperationen mit Restaurants, dem Partner VW und der EDEKA sollen in Zukunft dafür sorgen, dass das Rindfleisch mit der Regionalmarke auf vielen Tellern landet.

Das Drömlings-Rind steht künftig für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Wirtschaft. Hier machen Herkunft und Qualität den feinen Unterschied. Die Nachfrage nach dem Fleisch geht über Magdeburg und die Landesgrenzen hinaus. An dem Projekt sind mehrere Betriebe aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen beteiligt. Künftig soll es auch Fleisch von anderen Nutztieren geben. Ein Angebotskatalog wird in Kürze vorgestellt.