Regionalmarke macht Drömling über Landesgrenze hinaus bekannt

Eine neue Regionalmarke macht den Drömling über die Landesgrenze hinaus bekannt. Die Marke mit dem Logo, das eine stilisierte Weide, Vögel und Wasser sowie die Aufschrift „+natur Biosphärenreservat Drömling, Drömlings-Rind“ beinhaltet, soll sich positiv auf den Tourismus und die Gastronomie auswirken. Das im Drömling produzierte Rindfleisch ist von besonderer Qualität und geradezu prädestiniert, als Markenbotschafter zu fungieren. Gerade die natürlichen Bedingungen, unter denen die Tiere im Drömling leben, spiegeln sich in der hochwertigen Qualität des Fleisches wider.

Was das Besondere am Drömlings-Rind ist, beschreibt Demeter-Landwirt Jörg Lauenroth-Mago aus Rätzlingen. „Das Drömlings-Rind kommt hier in der Gegend zur Welt. Es frisst Gras und Heu aus dem Drömling und bekommt den Kugelschuss auf der Weide“. Er besitzt eine Herde von 76 Galloway-Rindern, die ganzjährig hier im Drömling aufwachsen. „Das ist auch ein Plus für den Tourismus. Denn hier kann man die Tiere vom Muttertier bis zum Kalb noch in der freien Natur bei Spaziergängen erleben.” Demeter steht dabei für den ältesten Bioverband in Deutschland. Schon seit 1924 bewirtschaften Demeter-Landwirte ihre Felder biodynamisch. Aufgrund der lebendigen Kreislaufwirtschaft gilt die Demeter-Landwirtschaft als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung und geht weit über die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung hinaus. Die natürlichen Bedingungen, unter denen die Rinder auf den Wiesen des Drömlings leben, bringen eine hochwertige Qualität des später verarbeiteten Fleisches. Zudem geht das Fleisch nur auf kurze Transportwege, denn es wird sofort in Jävenitz bei der Waldgourmet GmbH verarbeitet. Das Rindfleisch wird zunächst online in der „Weidebox” über die Waldgourmet GmbH verkauft.

Ende 2020 entwarf eine Arbeitsgruppe die Regionalmarke Drömlings-Rind, wie Juliane Ruttkowski von der Verwaltung des Biosphärenreservates Drömling berichtete. Das Biosphärenreservat Drömling Sachsen-Anhalt arbeitet an der Weiterentwicklung der Regionalmarke, um nachhaltige Wirtschaftskreisläufe zu fördern. Ziel soll es sein, die gesamten Wirtschaftskreisläufe in die Region zu holen. Die Aufzucht und der Verkauf sollen unter den Partnern erfolgen. Lange Transportwege werden vermieden, Tierwohl und Nachhaltigkeit spielen eine wichtige Rolle. Kooperationen mit Restaurants, dem Partner VW und der EDEKA sollen in Zukunft dafür sorgen, dass das Rindfleisch mit der Regionalmarke auf vielen Tellern landet.

Das Drömlings-Rind steht künftig für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Wirtschaft. Hier machen Herkunft und Qualität den feinen Unterschied. Die Nachfrage nach dem Fleisch geht über Magdeburg und die Landesgrenzen hinaus. An dem Projekt sind mehrere Betriebe aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen beteiligt. Künftig soll es auch Fleisch von anderen Nutztieren geben. Ein Angebotskatalog wird in Kürze vorgestellt.

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